16. Februar, 2026

Ford-Sammler: Mit einem Eifel-Roadster fing alles an

Der Ford Eifel Roadster war der Anfang. Mit dem kleinen offenen Zweisitzer, der zwischen 1935 und 1940 gebaut wurde, begann die Leidenschaft von Albrecht Breymann für Autos und speziell für die der Marke aus Köln. Der Eifel Roadster war sein erstes Auto, damals während der Wirtschaftswunderzeit ein günstiger Gebrauchtwagen – und es war das Auto, mit dem er seine Frau Gerda kennenlernte. Die Ehe hält bis heute – den Roadster hatte Breymann damals irgendwann für schlappe 800 Mark verkauft. Aber nie wirklich vergessen. Als der umtriebige und selbstständige Orthopädie-Schuhmachermeister aus dem Landkreis Hildesheim vor 20 Jahren in Rente ging, machte er sich auf die Suche nach seinem ersten Auto. Eigentlich sollte es ein schwarz-rotes Modell sein, wie ehedem.

Albrecht Breymann mit seinem Lieblingsauto, dem Eifel Roadster.

Nach langer Suche fand er ein Exemplar in Kassel – braun-beige zwar, aber der Wagen fand seine Zustimmung. Und noch viel wichtiger: die seiner Frau Gerda. Zu zweit unternahmen sie zahlreiche Touren in dem schicken Roadster – und die Sammelleidenschaft war geweckt. Seine Oldtimerbegeisterung teilte Breymann aber nicht nur mit seiner Frau, sondern auch mit Gleichgesinnten bei den Oldtimerfreunden Hildesheim und im von ihm mitbegründeten Oldtimerclub Söhlde.

Die Ford Eifel Limousine.
Mit seinem Ford Köln – aber auch mit anderen Ford-Modellen – fuhr Breymann gerne mal Hochzeitspaare, stilecht im Livree.

In den letzten 20 Jahren hat sich auf dem großzügigen Grundstück der Breymanns so einiges an Kölner „Altmetall“ angesammelt: Eine Ford Eifel Limousine ist dabei – wie der Roadster mit 43-PS-Motor unter der formschönen Haube. Und auch das Vorgängermodell, ein Ford Köln von 1934, nennt Breymann sein Eigen. Mit dem – aber manchmal auch mit seinen anderen Ford-Modellen – fuhr Breymann gerne mal Hochzeitspaare nach der Trauung, stilecht im Livree. 

Der Ford Taunus 12M wurde wegen seiner auffälligen Kühlerfigur auch „Weltkugel Taunus“ genannt.

Ein Ford Taunus 12M, Baujahr 1953, ist das jüngste Modell in Breymanns Garage. Den wegen seiner auffälligen Kühlerfigur „Weltkugel Taunus“ genannten Wagen hatte Breymann in Bayern erstanden. Was war sein „Beuteschema“? Richtige Oldtimer sollten es sein, Capri und Co waren ihm zu modern. 

Wirtschaftswunderflair: Das Cockpit des 1953er „Weltkugel Taunus“.

Da passte dann auch der zwischen Eifel und 12M gebaute Taunus G73A ins Bild: Die wegen ihrer charakteristischen Karosserieform auch „Buckel Taunus“ genannte Limousine fand Breymann im Internet. Innen war das Fahrzeug aber leider total im Eimer. Der findige Sammler wußte sich zu helfen: er nutzte seine Kontakte als Orthopädie-Schuhmachermeister und besorgte sich in großen Mengen günstiges Schuhleder. Damit bezog er den Innenraum und sein Buckel Taunus erstrahlte wie neu.

Den Innenraum seines „Buckel Taunus“ kleidete Breymann selber mit Schuhleder aus.

Andere Reparatur- und Restaurierungsarbeiten überließ er allerdings Fachleuten oder kaufte die Modelle gleich komplett restauriert. Lediglich um die Pflege seiner Schätze und um kleinere Reparaturen kümmerte er sich selber.

„Tin Lizzy“ überwintert aufgebockt in der Garage.

Natürlich darf auch das legendäre Modell T nicht fehlen, mit Baujahr 1914 das älteste Fahrzeug in Breymanns Ford-Sammlung. Das im Volksmund liebevoll „Tin Lizzy“ („Blechliesel“) genannte Fahrzeuge war das erste Auto, das mit Hilfe von Fließbändern in Massenproduktion hergestellt wurde. In der Zeit von 1908 bis 1927 wurden rund 15 Millionen Exemplare gebaut – damit war das Modell T lange Zeit das meistverkaufte Auto der Welt, bis in den 70er Jahren VW mit dem Käfer noch mehr Modelle auf die Straße gebracht hatte. 

Das Modell T hatte Breymann im Doppelpack mit einem Ford A gekauft – den er inzwischen allerdings schon wieder veräußert hat. Und das würde er gerne auch mit dem Rest seiner Sammlung machen. Mit bald 84 Jahren wird ihm die Pflege und Instandhaltung allmählich doch zu mühsam.

Wer also Interesse an der kompletten Sammlung – oder an einzelnen Modellen – hat, kann sich gerne mit Albrecht Breymann unter der Rufnummer 05129-668 in Verbindung setzen.

Nur sein Lieblingsauto – den Eifel Roadster – den verkauft er nicht!

Alle jemals von ihm gefahrenen Autos besitzt Albrecht Breymann auch als Modell.

Fotos: privat, Schroedel

Neueste Beiträge

ABF 2026: Die Highlights

Das Messegelände in Hannover war vom 11. bis 15....

„Silberne Rose“ am 26.4.26: Jetzt anmelden!

Am 26. April 2026 startet die nächste Ausgabe der...

BRABUS 900 MINT – Auffälliges Masterpiece Supercar

Sie leben an der Côte d'Azur und haben einen...

Neuer Bentley Continental GT S: Sportliche Leistung und Präsenz

Bentley präsentiert die neuen Continental GT S und GTC...

Mehr …

LEGO und BMW: Le Mans im Kinderzimmer

In einer Kooperation zwischen BMW M Motorsport und dem...

Der neue TECHNIKFREUND ist da!

Der TECHNIKFREUND - das Oldtimermagazin für die Region Harz,...

Turmuhrenmuseum Bockenem: Oldtimer-Clubs und alte Uhren

Da staunten die Bockenemer nicht schlecht, als im Juli...

Heiß: Porsche Cayman mit 911 GT3-Herz

Wenn 368 kW (500 PS) aus dem 911 GT3-Hochdrehzahl-Sechzylinder...

VW Nutzfahrzeuge präsentiert Studie California CONCEPT

Für die Hannoveraner von Volkswagen Nutzfahrzeuge startet die Reisemobilsaison...

ABF 2026: Die Highlights

Das Messegelände in Hannover war vom 11. bis 15. Februar mit rund 83.000 Besuchern wieder DER Hotspot für alle Reiselustigen, Aktiv-Sportler, Caravaning-Fans und Fahrrad-Junkies....

„Silberne Rose“ am 26.4.26: Jetzt anmelden!

Am 26. April 2026 startet die nächste Ausgabe der beliebten Oldtimer-Rallye „Silberne Rose von Hildesheim“. Ausgerichtet vom Hildesheimer Automobil-Club e.V. im ADAC geht es...

BRABUS 900 MINT – Auffälliges Masterpiece Supercar

Sie leben an der Côte d'Azur und haben einen Lamborghini Urus? Wie langweilig! Den hat da jeder Dritte! Aber zum Glück gibt’s da ja...