17. Oktober, 2026

Simca Treffen bei Auto Schuder: Bunte Vielfalt

Es ist eine bunte Mischung an Autos, die sich da Ende September auf dem Gelände von Auto Schuder in Hildesheim getroffen hat. Bunt von den Farben, die sich angenehm vom Grau des Herbst-Himmels abheben und auch bunt von der Vielfalt der Modelle: Der Club Simca Deutschland hatte zum Jahresabschlusstreffen geladen, diesmal in den Raum Hildesheim. Und fand mit Auto Schuder den perfekten Treffpunkt: das heutige Toyota- und Suzuki-Autohaus war früher mal Simca-Händler – wovon ein betagtes Simca-Modell im Schauraum zeugt. 

Das Autohaus Schuder war früher mal Simca-Händler.

Etwa 90 Mitglieder hat der Club Simca Deutschlandweit, ein Teil von ihnen hat sich auf den Weg gen Hildesheim gemacht, von weiter weg, aus Gießen, Meißen, Minden, aber auch von „nebenan“, aus Alfeld. „Die Anfahrten waren völlig problemlos“, attestieren Guido Walbeck und Matthias Warken, Präsident und Vizepräsident des seit etwa 40 Jahren bestehenden Clubs, „die Autos sind ja auch problemlos.“ Autos, die eine bunte Mischung darstellen: vom sportlichen Dreisitzer Matra-Simca Bagheera über kleine und große Limousinen bis zum Talbot Matra Rancho, einem Vorläufer der heutigen SUVs, Autos mit Mittelmotor, Heckmotor, Diesel oder Benziner, „da ist für jeden etwas dabei!“, so Warken. 

Bunte Mischung: Der Club Simca Deutschland traf sich Ende September bei Auto Schuder in Hildesheim.

Aber warum Matra, und Talbot, wenn es doch ein Simca-Treffen ist? Das erklärt sich aus der Geschichte der Marke: Der französische Hersteller Simca begann in den 30er Jahren mit Lizenzbauten von Fiat-Modellen, nach dem zweiten Weltkrieg kamen eigene Modelle dazu. Es folgte eine Zusammenarbeit mit Chrysler und die Übernahme der Firmen Talbot und Matra. Daraus resultieren die unterschiedlichen Bezeichnungen der Modelle, je nach dem, wann sie in der Simca-Geschichte entstanden. 1978 wurde Simca an Peugeot verkauft und die führten einige Baureihen bis 1986 unter dem Namen Talbot weiter. 

War mit seinen drei Sitzplätzen in der ersten Reihe ein Hingucker in den 70er Jahren: der Matra-Simca Bagheera mit Klappscheinwerfern und Mittelmotor.

Und so vielfältig die Modelle sind, so sind es auch die Geschichten ihrer Besitzer. Viele der Clubmitglieder haben gleich mehrere Fahrzeuge der französischen Marke in der Garage, „Wir sind Überzeugungstäter!“ So wie der Alfelder Manfred Lossie, der neben seinem Talbot Matra Rancho mit seltener Rollstuhlabsenkung im Heck noch einen raren Talbot Tagora, Baujahr 1982, besitzt, „Eine wunderbare Reiselimousine mit 116 PS – und nicht so kompliziert.“ 

Überzeugungstäter: Manfred Lossie aus Alfeld zwischen seinen beiden Modellen Talbot Matra Rancho und Talbot Tagora.

Johannes Hartensteins Simca ist sogar eine kleine Berühmtheit: sein 1301 LS von 1970 hat ein spezielles Armaturenbrett, war so in Deutschland eigentlich nicht erhältlich – und hat es aktuell sogar in die Titelstory der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift „Oldtimer Markt“ geschafft.

Titelmodell: Johannes Hartensteins Simca 1301 LS wird in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift „Oldtimer Markt“ vorgestellt.

Seit 1980 sind Thomas und Elisabeth Hornung im Besitz ihres Simca 1100 Kastenwagens, den sie als Reisemobil mit pfiffigen Detaillösungen ausgebaut haben. „Damit haben wir viele Abenteuer erlebt, sind viel rumgekommen, sogar bis in die fernste Türkei“, berichten die beiden stolz. Und mit seiner auffälligen Lackierung (den Wagen gab es so bei einem Preisausschreiben von Eckes Edelkirsch zu gewinnen) ist er genauso bunt und einzigartig wie die Modelle der Simca-Talbot-Matra-Geschichte.

Thomas und Elisabeth Hornung sind mit ihrem Simca 1100 Kastenwagen bis in die fernste Türkei gefahren.

Weitere Infos zum Club: https://www.clubsimca.org

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